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Philosophie

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Wer bin ich? Wer will ich sein? Was macht mir Freude an mir selbst? – Komische Frage, die manche*r vielleicht mit einem Selfie zu beantworten versucht. In der heutigen Medien- und Konsumgesellschaft muss man sich gut verkaufen können. Dabei ist es wohl kaum das Spiegelbild allein, über das wir uns selbst definieren. Der Spiegel gibt keine Antworten. Wer wir sind, erfahren wir im Handeln. Was will ich tun? Was kann ich erreichen?

Wer ich sein kann,

hängt davon ab, was ich mache. Das ist eine Frage des Ausprobierens, der Kreativität, der Neugier auf mich selbst. Und die ist mir ursprünglich gegeben, in einer spielerischen Dimension. Kinder spielen. Kinder sind Entdecker, erkunden sich selbst und die Welt. Sie sind Meister des vorbehaltlosen Fragen-Stellens. Professionelle Künstler und Kreative, auch Wissenschaftler halten gern Kontakt zum „inneren Kind“.

Klar, da ist eine Welt, in die wir hineinwachsen. Es gibt Grenzen. Es gibt Gegebenheiten. Erwachsene ermüden schnell vom kindlichen Wissensdrang. Das unentwegte „warum?“ beantworten sie dann oft mit „das ist halt so.“

Der Horizont des jugendlichen Forschergeistes wird eingeschränkt. Lernen scheint zu bedeuten, Fakten zu akzeptieren statt Möglichkeiten zu erschließen. Sich einrichten statt auf Reisen zu gehen. Dabei könnte doch alles auch anders sein?

Die Effekte sind bekannt. In der Pädagogik gibt es seit geraumer Zeit zahlreiche Bestrebungen, einer frühzeitigen Selbstentfremdung entgegenzuwirken, doch das Bildungssystem bleibt letztendlich der allgemeinen Verwertungslogik unterworfen, die uns allen einen Platz als ordentliche Konsument*innen in der Konsumgesellschaft zuweist. Konsumenten allerdings werden die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart nicht meistern können. Die Zukunft braucht kreative Köpfe, die den Mut aufbringen, anders zu denken und alternative Wege einzuschlagen. Und die wachsen heute in unseren Schulen heran.

Kreativität

muss das Rad nicht täglich neu erfinden. Sie ermöglicht es aber immer wieder aufs Neue, sich selbst als produktiv zu erfahren, als aktiv und als selbstwirksam. Das ist Voraussetzung für ein Selbstbewusstsein, das den eigenen Beitrag als sinnvoll wahrnimmt und als wertvoll anerkennt. Kreativität entsteht aus intrinsischer Motivation, entfaltet sich aber nicht durch isolierte Selbstverwirklichung, sondern steht von vorn herein in sozialen Zusammenhängen.

Kreativität ist heute unsere wichtigste allgemein verfügbare Ressource als erneuerbare soziale Energie. Solche Energien bleiben ungenutzt, wenn Lerninhalte nur von außen vorgegeben werden. Bildungslandschaft und Schulsystem brauchen frische Impulse, die von den Betroffenen selbst ausgehen.

Mit der YOUNGSTERS Akademie haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich einzumischen und eigene Projekte zu realisieren. Wir bieten Raum für jugendliche Neugier und Entdeckergeist, die Lust am Experimentieren. Die spielerische Herangehensweise wird ganz bewusst kombiniert mit realistischen Problemstellungen und Perspektiven.

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Der unverstellte Blick der aktuellen Jugendproteste der „Fridays for Future“, die aus der Initiative der Schülerin Greta Thunberg hervorgegangen sind, ist ein Beispiel für das Potenzial, das wir nicht vergeuden dürfen.

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Die "Jugend von heute"

wächst auf unter Bedingungen, die Erwachsene sich in ihrer Jugend nicht vorstellen konnten, die sie aber selbst mit geschaffen haben. Die Verantwortung dafür müssen wir übernehmen. Eine wichtige Konsequenz besteht darin, der neuen Generation ein Bewusstsein für ihren Gestaltungsspielraum mitzugeben. Viel Wissen steckt in den Büchern, doch es genügt nicht, den Kanon zu reproduzieren.

Worauf es ankommt, ist, die erworbenen Kenntnisse zu aktualisieren und neu zu interpretieren. Die YOUNGSTERS Akademie maßt sich nicht an, die Welt von Dortmund aus zu verändern. Sie begreift sich aber als Teil einer Bewegung, die auf Kreativität als menschliche Gabe setzt und einen Beitrag dazu leistet, die Zukunft als etwas zu verstehen, das man beeinflussen kann. Indem man sich einbringt. Indem man der persönlichen und der beruflichen Perspektive einen Sinn verleiht. Indem man das eigene Handeln als relevanten Faktor des Weltgeschehens erkennt.

Wer bin ich? Wer will ich sein? Was macht mir Freude an mir selbst? – So komisch ist die Frage gar nicht. Was ich bin und was ich werde, ist wichtig, nicht nur für mich. Wer entscheidet, was passiert? Als Kind mache ich mir die Welt, wie sie mir gefällt. Als Erwachsener soll ich damit aufhören?

Die YOUNGSTERS unternehmen etwas. Erwachsene können davon einiges lernen.

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